Mitarbeiterbeteiligung am Kapital der Unternehmen stärker fördern

Die Mitarbeiterbeteiligung am Kapital der Unternehmen eröffnet breiten Schichten der Bevölkerung die Teilhabe am Erfolg der Wirtschaft und leistet dadurch einen wesentlichen Beitrag zur

Vermögensbildung.

In seinem Initiates file downloadveröffentlichten Positionspapier zur Bundestagswahl fordert der Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung die Parteien auf, sich in ihren Wahlprogrammen für eine stärkere Förderungen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung und der Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand einzusetzen.

Deutschland hat im Hinblick auf die Vermögensbildung und -verteilung keine gute Position im internationalen Vergleich. Laut Zahlen der Europäischen Zentralbank gibt es im Euroraum kein anderes Land, in dem die unteren 40 Prozent der Bevölkerung praktisch über gar kein Nettovermögen verfügen.

Zudem legen die Deutschen ihr Geld noch immer bevorzugt in Anlageformen wie Tagesgeldkonten und Sparbuch an. Diese leiden jedoch im Vergleich zu Beteiligungen am Unternehmenskapital unter einem klaren Renditenachteil, der durch die Niedrigzinspolitik noch verstärkt wird.

Mit seinem Initiates file downloadPositionspapier „Mehr Teilhabe am Kapital der Wirtschaft“ legt der Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung daher Vorschläge vor, wie die Mitarbeiterbeteiligung am Kapital der Unternehmen zu mehr Vermögensbildung breiter Bevölkerungskreise und zu einer gleichmäßigeren Vermögensverteilung führen kann.

„Dass wir trotz gestiegener Reallöhne weiterhin eine hohe Ungleichheit bei den Vermögen sehen, liegt nicht zuletzt an der abnehmenden Bedeutung des Arbeitseinkommens für die Vermögensbildung. Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin zeigen, dass Einkünfte aus Kapitalvermögen – also letztlich aus der Beteiligung an Unternehmen – ein entscheidender Faktor für die Vermögensbildung sind. Wenn wir vermeiden wollen, dass weiterhin nur eine kleine Bevölkerungsgruppe als Eigentümer von Unternehmen und Kapital unmittelbar vom Erfolg der deutschen Wirtschaft profitiert, müssen wir die Beteiligung breiter Bevölkerungskreise am Kapital stärker fördern“, betont Dr. Heinrich Beyer, Geschäftsführer des Bundesverbands Mitarbeiterbeteiligung.

Der Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung fordert konkret die Erhöhung des Freibetrags für Kapitalbeteiligungen am Arbeit gebenden Unternehmen von derzeit 360 Euro pro Jahr auf 1.200 Euro.

Die Forderung nach einer Erhöhung dieses Freibetrags wird auch vom Deutschen Aktieninstitut und einer Reihe weiterer Unternehmens- und Wirtschaftsverbände unterstützt.

Darüber hinaus fordert der Verband die Förderung der Vermögensbildung wieder in Kraft zu setzen. Hierzu sollten die Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmersparzulage an die aktuelle Einkommenssituation in Deutschland angepasst und auf 40.000 Euro für Einzelpersonen und 80.000 Euro für Verheiratete verdoppelt werden. „Das Gesetz zielt nicht nur auf die Förderung der Vermögensbildung der Gering- und Durchschnittsverdiener, es bietet zudem breitgefächerte und zum Teil hochrentierliche Anlageformen für die Einlagen der Sparer“, so Dr. Beyer von der AGP.

Den Pressebericht finden SieInitiates file download hier.